Der Besuch der alten Dame

Die verarmte Stadt Güllen steht kurz vor dem finanziellen Ruin. Ihre letzte Hoffnung ist die Milliardärin Claire Zachanassian, die an den Ort ihrer Jugend zurückkehrt. Sie bietet der Stadt eine Milliarde an – doch nur unter einer Bedingung: Jemand muss ihren ehemaligen Geliebten Alfred Ill töten. Vor 45 Jahren hatte er sie, damals noch Klara Wäscher, schwanger sitzen lassen und verleumdet. Durch diese Tat wurde sie unter Hohn und Spott aus der Stadt verstoßen. Nun kehrt sie an den Ort ihrer Vergangenheit zurück, um dort Gerechtigkeit zu suchen.

Empört lehnt die Bevölkerung das unmoralische Angebot zunächst ab und betont ihre moralische Integrität. Doch während sie weiterhin ihre Unschuld beteuern, beginnen die Güllener zunehmend über ihre Verhältnisse zu leben – und geraten immer stärker in die Versuchung, Claires Forderung doch zu erfüllen.

Das 1956 uraufgeführte Stück „Der Besuch der alten Dame“ von Friedrich Dürrenmatt ist eine tragische Komödie über die Macht des Geldes und die Zerbrechlichkeit moralischer Werte in einer Wohlstandsgesellschaft.

In dieser Inszenierung wirkt ein Männerquartett des Knabenchores Dresden mit.